Rassestandard

In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts kam unter den Züchtern der Wunsch auf, das äußere Erscheinungsbild einzelner “Rassen” so zu vereinheitlichen, dass die Zugehörigkeit eines Hundes zu einer Rasse deutlich erkennbar ist. Damit alle Züchter nach gemeinsamen Zielen züchten und ihre Zuchterfolge auch “messen” konnten, entwarf man Rassebeschreibungen, die mit Rassestandard bezeichnet wurden. Ein Rassestandard beschreibt danach sozusagen den Idealhund der betreffenden Rasse.
Im Folgenden ist zunächst der z.Z. gültige Rassestandard des Landseers in seiner 1. Überarbeitung von 1997 und danach der zur Anerkennung als eigenständige Rasse aufgestellte Standard von 1960 aufgeführt.

Wie der Landseer zu seinem “Standard” kam.

Bis zum Jahr 1951 wurden Landseer-Neufundländer zusammen mit den schwarzen und braunen Neufundländern fortlaufend nummeriert ins Zuchtbuch eingetragen. Um die Reinzucht des Landseer-Neufundländers zu fördern, wurde zum Jahr 1952 für die Weiss-schwarzen innerhalb des Zuchtbuches, beginnend mit der Zuchtbuch-Nummer 20001, ein eigener „Eintragungsblock“ eröffnet.

Als im Jahr 1955 die Zahl der Landseer-Neufundländer auf etwa 150 angestiegen war, schrieb der damalige 1. Vorsitzende des “Deutschen Neufundländer-Klubs e.V.” (DNK), Herr Philipp Ernst von Turn und Taxis, am 15.12.1955 an den Präsidenten der “Federation Cynologique International (F.C.I.)”, Herrn Dewitz, einen Brief bzgl. der Landseer-Neufundländer. Kernstück des Briefes ist nicht den Landseer als Rasse anzuerkennen, sondern der Wunsch nach Vergabe eines gesonderten CACIBs für die Varietät “Landseer-Neufundländer”. Dieser, in der Begründung ausführliche Brief, kann hier eingesehen und auch heruntergeladen werden.

Dem Antrag des DNK folgte ein umfangreicher Schriftverkehr (102 Schriftstücke) über mehrere Jahre zwischen DNK, VDH, FCI und SNK. Nachstehend ein chronologischer Ablauf der wichtigsten/aussagefähigsten Schriftstücke in Stichworten zwischen DNK, SNK, VDH und FCI:

15.12.1955 Brief an die FCI bzgl. dem Wunsch nach Vergabe des CACIB an Landseer-Neufundländer.

08.10.1956 Antwort der FCI auf Anfrage, dass der Antrag nicht behandelt wurde (er wurde verschlampt) - er soll nun2222 auf der Generalversammlung 1957 vorgelegt werden.

21.06.1957 Mitteilung des VDH an DNK, dass über den Antrag bei der FCI nicht entschieden wurde und dass noch Untersuchungen in dieser Frage anzustellen sind - die Vorsitzende der Standardkommission wird in Canada dazu Feststellungen treffen.

11.07.1957 Der SNK sendet der Vorsitzenden der Standardkommission die Broschüre des Prof. Heim über den Neufundländer-Hund.

06.08.1957 Mitteilung VDH an DNK: Die FCI-Generalversammlung beschliesst, die Rückverweisung des Antrages an die FCI-Standardkommission zwecks weiterer Aufklärung.

17.10.1957 Nochmalige Vorlage des Antrages bei der FCI.

18.10.1957 Die FCI teilt mit, dass verschiedene Rassen, u.a. Landseer, als Rassen anerkannt werden, wenn dagegen bis zum 30.11.1957 keine Einwände eingegangen sind - Landseer wurden dem Land Canada zugeordnet.

23./25.11.1957 Einspruch des DNK und SNK gegen die Entscheidung der FCI bzgl. der Landseer, vor allen Dingen weil dieser ein europäischer Hund und kein kanadischer ist.

14.02.1958 Brief des VDH an den DNK: u.a. “Ob die Vorsitzende der Standardkommission in der Lage ist, die subtilen Unterschiede zwischen dem Neufundländer und Landseer zu begreifen, bezweifle ich. Sie versteht nur etwas von Zwergrassen.” Beim DNK besteht weiterhin der Wunsch nach einem getrennten CACIB:

02.04.1958 Brief des VDH an DNK: Der VDH hat im Sinne des DNK einen Antrag an die FCI gestellt und schliessen sich dem Antrag der Schweiz an - VDH: “.... dieser Punkt kommt auf die Tagesordnung der Generalversammlung der FCI:

26.05.1958 Vorsitzende der Standardkommission an FCI: Nach ihren Gesprächen in Canada und Amerika schreibt sie u.a.:“..., jedoch wollen Sie bitte daran denken, dass der einfarbige Neufundländer & der Landseer ein & dieselbe Rasse sind.

05./06.06.1958 Protokoll der FCI-Generalversammlung: Der VDH schlägt aufgrund der Uneinigkeit bzgl Rasse vor, dass, “falls die Frage nicht innerhalb von 6 Monaten durch die Kommission der Standards gelöst ist, ein Gutachter ernannt werde” dessen Gutachten dann auf der nächsten Generalversammlung geprüft und diskutiert werden soll. Weiterhin wird vorgeschlagen, auch für die Landseer ein CACIB zu vergeben. Die Delegierten waren einverstanden, “aber dieser Beschluss kann also erst nach der nächsten Generalversammlung in Kraft gesetzt werden.

09./10.04.1959 Protokoll der Generalversammlung der FCI: “Es wird beschlossen, den Landseer des in Europa fixierten Typs als eine neue Rasse anzusehen, der ein anderer Name gegeben wird, und deren Standard von der Kommission der Standards ausgearbeitet wird. Diese aus gewissen Kreuzungen entstandene Rasse weist nicht mehr die Merkmale des Neufundländers auf, daher wird jede Kreuzung mit dem schwarzen Neufundländer verboten werden. Infolgedessen kann diese neue Rasse ein CACIB erlangen.”

24.09.1959 Es folgten heftige Einsprüche an die FCI über den VDH bezüglich “Diese aus gewissen Kreuzungen entstandene Rasse .....“. und den Beschluss die Weiss-Schwarzen “als eine neue Rasse anzusehen, ...”. und es wird weiterhin von der FCI nur ein CACIB für die Weiss-Schwarzen gewünscht.

19./22.05.1960 Die Genetralversammlung der FCI beschliesst endgültig die Weiss-Schwarzen als neue Rasse anzusehen, der ein neuer Name wie “Europäischer Landseer” gegeben werden soll. Der DNK und der SNK wurden beauftragt einen Standard auszuarbeiten.

24.08.1960 Unter der Nr. 226 wurde von der FCI der Standard für den “Landseer, Type européen” bzw. “Landseer, kontinental-europäischer Typ” festgelegt.

Damit war das Kapitel Landseer nach knapp 5 Jahren “merkwürdiger und teilweise widersprüchlicher” Auseinandersetzungen, bei denen sich einige durch unrühmliches Gedankengut nicht gerade ausgezeichnet hatten,  endlich zuende.  Danach ging es zunächst langsam und nach Gründung von Landseervereinen sehr zügig voran. Und so bestätigt sich die Entscheidung der FCI den Landseer als neue Rasse zuzulassen.

H. Grigoleit

FÉDÉRATION CYNOLOGIQUE INTERNATIONALE
SECRÉTARIAT GÉNÉRAL: 13, Place Albert 1  B 6530 THUIN (Belg.)

FCI  Standard Nr. 226 / 01.10.1997 / D

LANDSEER (europäischkontinentaler Typ)

URSPRUNG: Deutschland / Schweiz.

DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGENORIGINALSTANDARDES : 24.08.196

VERWENDUNG : Wach und Begleithund.

KLASSIFIKATION FCI : Gruppe 2    Pinscher und Schnauzer,
                                                             Molosser und Schweizer
                                                             Sennenhunde.

                                            Sektion 2.2 Molosser, Berghunde.
                                            Ohne Arbeitsprüfung.

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD : Der Landseer soll den Eindruck eines grossen, starken, harmonisch gebauten Hundes hervorrufen. Er steht, besonders was den Rüden anbetrifft, auf höheren Läufen als der schwarze Neufundländer.

KOPF : Kopfhaut ohne Falten, kurz und fein behaart. Kopfmodellierung markant geprägt, edel im Ausdruck.
OBERKOPF :
Schädel : Breit und massig. Der Hinterhauptsstachel ist gut entwickelt.
Stop : Deutlich, jedoch nicht so steil und ausgeprägt wie beim St. Bernhardshund.

GESICHTSSCHÄDEL :
Nasenspiegel
: Schwarz pigmentiert.
Fang : Vor dem Stirnabsatz gemessen entspricht die Schnauzenlänge der Schnauzentiefe.
Lefzen : Trocken, schwarz pigmentiert; die möglichst straffe und nicht geifernde Oberlefze soll die Unterlefze leicht decken.
Backen : Die mässig entwickelten Backen laufen allmählich in die Schnauzenpartie über.
Kiefer/ Zähne : Scherengebiss.

Augen : Mittelgross, mässig tief liegend, braun bis dunkelbraun, hellbraun darf toleriert werden ; mit freundlichem Blick; Lidspalte mandelförmig; Lidbindehaut nicht sichtbar. Ausgesprochen helle Augen (schwefel oder graugelb) sind fehlerhaft, ebenso zu enger Augenstand.

Ohren : Mittelgross, wenn gegen die Augen gelegt bis zum inneren Augenwinkel reichend, von dreieckiger Form, unten etwas gerundet, hoch am Oberkopf, aber nicht zu weit hinten angesetzt und den Kopfseiten glatt und dicht anliegend; mit feiner kurzer Behaarung, längere Haarfransen nur am hinteren Teil der Ohrenwurzel.

HALS : Der Hals, im Querschnitt nicht ganz rund, sondern leicht eiförmig, steigt muskulös und breitnackig aus der SchulterBrust-Partie gegen den Kopf an. Bei symmetrischem Bau beträgt seine Länge vom Hinterhauptbein bis zum Widerrist ungefähr 3/4 bis 4/5 der Kopflänge vom Hinterhauptbein bis zur Nasenspitze gemessen. Ausgeprägte Kehl oder Halswamme ist nicht erwünscht.

KÖRPER : Die Länge vom Widerrist zum Rutenansatz entspricht ungefähr der doppelten Kopflänge. Von den Schultern bis zur Kruppe breit und kräftig.
Rücken : Straff, gerade.
Lenden : Muskulös.
Kruppe : Breit, durch starke Muskelpolster seitlich und nach hinten schön abgerundet.
Brust : Zwischen den sehr muskulösen Schultern ist die Brust tief und breit mit entsprechend kräftiger Rippenwölbung des Brustkorbes.
Bauch : Wenig aufgezogen. Zwischen Bauch und Lenden
soll eine flache Vertiefung der Flankengegend deutlich sichtbar sein. Schwacher Rücken, Senkrücken, schlaffe Lenden, zu kurze letzte Rippen so wie ein stark aufgezogener Bauch sind fehlerhaft.

RUTE : Stark, höchstens bis etwas unter das Sprunggelenk reichend, sehr dicht und buschig behaart, aber ohne eigentliche Fahne. In der Ruhe soll der Hund im Stand die Rute abwärts hängend tragen, mit, eventuell, am Ende einer leichten Biegung nach oben. In der Erregung und in der Bewegung darf er sie gerade ausgestreckt mit einer leichten Biegung des Endes nach oben tragen. Verbogene oder über dem Rücken geringelt getragene Ruten sind zu verwerfen.

GLIEDMASSEN
VORDERHAND
: Starke, von der Schultergegend kommende Muskelmassen umlagern den kräftigen Oberarmknochen, dem sich unter richtiger Winkelung die mächtigen Knochen des von vorne gesehen vollkommen geraden, gut bemuskelten Laufes anschliessen. Der ganze Lauf ist bis zum Sprunggelenk leicht befedert.
Ellenbogen : Sie liegen dem tiefsten Teil des Brustkorbes an , stehen ziemlich hoch und sind genau nach rückwärts gerichtet.

HINTERHAND : Sie soll kräftig sein. Die Hinterläufe müssen durchwegs frei beweglich sein und sollen starke Knochen haben, die von kräftigen Muskeln überlagert sind. Die Hinterläufe sind mässig befedert.
Oberschenkel : Besonders breit entwickelt.
Afterkrallen : Sie sind zu verwerfen und sollen möglichst bald nach der Geburt entfernt werden. Kuhhessige Stellung und Mangel an Winkelung sind Fehler.

PFOTEN : Gross und gut geformt, sogenannte Katzenpfoten. Gespreizte oder nach aussen gedrehte Pfoten sind zu beanstanden. Die Zehen sollen durch starke Schwimmhäute bis ziemlich weit zur Zehenspitze verbunden sein.

GANGWERK : Die Bewegung und Gangart der muskulösen Läufe ist leicht fördernd und geräumig.

HAARKLEID
HAAR
: Die Behaarung soll mit Ausnahme des Kopfes lang, möglichst schlicht und dicht sein und bei der Berührung sich fein anfühlen. Das Deckhaar ist durchsetzt mit Unterwolle, aber nicht so dicht wie beim schwarzen Neufundländer. Leicht gewelltes Deckhaar auf dem Rücken und an den Oberschenkeln ist nicht zu beanstanden. Das gegen den Strich gebürstete Haar muss von selbst wieder in die richtige Lage zurückfallen.

FARBE : Die Grundfarbe des Haares ist ein klares Weiss mit zerrissenen schwarzen Platten auf der Rumpf und Kruppenpartie. Der Hals, die Vorbrust, der Bauch, die Läufe und die Rute müssen weiss sein. Der Kopf ist schwarz. Als Zuchtfestigung gilt eine weisse Schnauzenpartie mit einer weissen, symmetrischen, nicht zu breiten, durchgezogenen Blesse. Noch vorkommende Russflecken im weissen Grund sind keine Fehler, sollen jedoch herausgezüchtet werden.

GRÖSSE : Die Schulterhöhe des Landseers darf schwanken:
Bei den Rüden durchschnittlich zwischen 72 und 80 cm.
Bei den Hündinnen durchschnittlich zwischen 67 und 72 cm.
Kleinere Variationen nach unten oder oben sind zu tolerieren.

FEHLER : Jede Abweichung von dem vorstehenden Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

N.B. : Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, welche sich vollständig im Hodensack befinden

FEDERATION CYNOLOGIQUE INTERNATIONALE (F.C.I. )
Secretariat General: 14, rue Leopold II, 6530 Thuin (Belgique)

No. 226

Le 24. aoüt. 1960

STANDARD : LANDSEER
Typ européen - Kontinental-europäischer Typ

Allgemeine Erscheinung: - Der Landseer soll den Eindruck eines großen, starken, harmonisch gebautenn Hundes hervorrufen. Er steht , was speziell den Rüden anbetrifft , auf verhältnismäßig höheren Läufen als der schwarze Neufundländer. Die Bewegungen seiner muskulösen Läufe sollen eine leicht fördernde, geräumige Gangart präsentieren.

Behaarung & Farbe: - Die Behaarung soll mit Ausnahme des Kopfes lang, möglichst schlicht und dicht sein, sich fein anfiihlen lassen, durchsetzt mit Unterwolle, diese nicht so dicht wie beim schwarzen Neufundländer. Leicht gewelltes Deckhaar auf dem Rücken und an den Keulen ist nicht zu beanstanden. Das Haar gegen den Strich gebürstet, muß von selbst wieder in die richtige Lage zurückfallen.

Die Grundfarbe des Haars ist ein klares Weiß mit zerrissenen schwarzen Platten auf der Rumpf- und Kruppenpartie. Der Hals, die Vorbrust, der Bauch, die Läufe und die Rute miissen weiß sein. Der Kopf ist schwarz. Als Zuchtfestigung gilt eine weiße Schnauzenpartie mit einer weißen, symmetrischen, nicht zu breiten, durchgezogenen Blesse. Noch vorkommende Rußflecken im weißen Grund sind keine Fehler, sollen jedoch herausgezüchtet werden.

Kopf: - Der Kopf soll breit und massig, das Hinterhauptbein gut entwickelt sein. Es sei ein deutlicher Stirnabsatz vorhanden, jedoch nicht so ausgeprägt und so steil wie beim St. Bernhardshunde. Schnauzenlänge = Schnauzentiefe vor dem Stirnabsatz. Lefzen trocken, die oberen die unteren leicht deckend, diese möglichst straff, nicht geifernd. Kopfmodellierung markant geprägt, aber edel im Ausdruck, mit mäßig entwickelten Backen, welche allmählich in die 8chnauzenpartip überlaufen. Nasenspiegel und Lefzen schwarz pigmentiert. Scherengebiß. Kopfhaut ohne Falten, kurz und fein behaart.

Ohren: - Mittelgroß, gegen die Augen gelegt, bis zum inneren Augenwinkel reichend, von dreieckiger Form, unten etwas gerundet, hoch am Oberkopf, aber nicht zu weit hinten angesetzt und an den Kopfseiten glatt und dicht anliegend, mit feiner kurzer Behaarung, längere Haarfransen nur am hinteren Teil der Behängewurzel.

Augen: - Mittelgroß, mäßig tief liegend, braun bis dunkelbraun, hellbraun darf toleriert werden, mit freundlichem Blick, Lidspalte mandelförmig, Lidbindehaut nicht sichtbar. Ausgesprochen helle Augen (schwefel- oder graugelb) sind fehlerhaft, ebenso zu enger Augenabstand.

Hals: - Der Hals, im Querschnitt nicht ganz rund, sondern leicht eiförmig, steigt muskulös und breitnackig aus der Schulter-Brust-Partie gegen den Kopf an. Bei symmetrischem Bau beträgt seine Länge vom Hinterhauptbein bis zum Widerrist ungefähr 3/4 bis 4/5 der Kopflänge vom Hinterhauptbein bis zur Nasenspitze gemessen. Ausgeprägte Kehl- oder Halswamme sind nicht erwünscht.

Rumpf. - Der Rumpf soll vom Widerrist bis zum Rutenansatz ungefähr doppelte Kopf1änge haben. Der Riicken sei straff und gerade', von den Schultern bis zur Kruppe sehr breit und kräftig. Zwischen sehr muskulösen Schultern sei die Brust tief und breit, bei entsprechender kräftiger Rippenwölbung des Brustkorbes. Der Bauch ist nur wenig aufqezoqen. Zwischen ihm und der muskelstarken Lendenpartie soll eine flache Vertiefunq der Flankengegend deutlich sichtbar sein. Die Kruppe sei breit, durch starke Muskelpolster seitlich und nach hinten schön abgerundet:. Schwacher Rücken, Senkrücken, schlaffe Lenden und kurze letzte Rippen mit starkem Aufgezogensein des Bauches sind Fehler.

Vorderhand. - Starke, von der Schultergegend kommende MuskeImassen umlagern den kräftigen Oberarmknochen, dem sich unter richtiger Winkelung die mächtigen Knochen des vollkommen geraden Laufes, dieser gut bemuskelt, anschließen. Die Ellenbogen liegen dem tiefsten Teil des Brustkorbes gut an, stehen ziemlich hoch und sind genau nach rückwärts gerichtet. Der ganze Lauf ist bis zum Sprunggelenk leicht befedert.

Hinterhand, - Die ganze Hinterhand soll kräftig sein. Die Hinterläufe müssen durchwegs frei beweqt werden, sie sollen starke Knochen haben, die von kräftigen Muskeln überlagert sind, so daß besonders die Oberschenkelpartie breit entwickelt ist. Die Hinterläufe sollen mäßig befedert sein. Kuhessige Stellung, ebenso Mängel an Winkelung sind Fehler. Afterklauen sind verwerflich und sollen möglichst bald nach der Geburt entfernt werden.

Pfoten. - Groß und gut geformt, sogenannte Katzenpfoten. Gespreizte oder nach außen gedrehte Pfoten sind zu beanstanden. Die Zehen sollen durch starke Schwimmhäute bis ziemlich weit zur Zehenspitze verbunden sein.

Rute.- Stark, höchstens bis etwas unter die Sprunggelenke reichend, sehr dicht und buschig behaart, aber nicht fahnenförmig. Wenn der Hund still steht und nicht erregt ist, soll er die Rute abwärts hängend tragen, am Ende eventuell etwas gebogen halten. In der Bewegung darf er sie gerade ausgestreckt mit einer leichten Biegung des Endes nach oben tragen. Ruten mit einer Verbiegung oder über den Rücken geringelt qetraqen sind verwerflich.

Größe: - Die Schulterhöhe des Landseers darf schwanken:
bei den Rüden durchschnittlich zwischen 72 und 80 cm,
bei den Hündinnen durchschnittlich zwischen 67 und 72 cm.
Kleinere Varianten nach unten oder oben sind zu tolerieren.


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