Statistiken

                 Wie viele Landseer gibt es?

Die Beantwortung dieser Frage, wie viele Landseer es insgesamt gibt, ist nicht ganz einfach. Der Zugriff auf die Zuchtbucheintragungen der einzelnen Länder ist teilweise erschwert bzw. manchmal nicht möglich. Weiterhin ist die Lebenserwartung der Landseer in den einzelnen Ländern unbekannt. Es wird also eine mehr oder weniger fehlerbehaftete Abschätzung sein.

Landseer in Deutschland
Am Einfachsten ist die Beantwortung der Frage für den VDH-Bereich. Hier liegen sowohl die korrekten Geburtszahlen, als auch die Lebenserwartung vor. Die folgende Grafik zeigt den Verlauf seit Anerkennung der Rasse  Die blaue Linie zeigt den „tatsächlichen“ Verlauf und die rote Kurve die polynomische Regression, sozusagen als Glättung der blauen, zackigen Linie.

Popgrösse-4


Der Kurvenverlauf zeigt folgendes: Ab Anerkennung als Rasse 1960 ging es zunächst äusserst geringfügig „bergauf“, dann aber ab 1975 immer stärker bis etwa 1993. Ab diesem Zeitpunkt beginnt eine fortschreitende Verlangsamung, die dann ab 2007 nur wenig bis gar keine Zunahme der VDH-Landseer-Population zeigt. Obwohl seit Gründung der beiden Landseer-Vereine im VDH die Anzahl der Züchter zunahm, scheint sich ab 2007 eine „Sättigung“ der „Landseer-Dichte“ in Deutschland abzuzeichnen.

Man kann also davon ausgehen, dass es im VDH-Bereich rund 2700 Landseer gibt. Nun werden nicht nur im VDH, sondern auch in Vereinen, die nicht dem VDH angeschlossen sind, Landseer gezüchtet. Hierzu gibt es jedoch keine verlässlichen Zahlen. Wenn man einfach annimmt, dass dort etwa über die letzten 9 Jahre durchschnittlich 30 Landseer pro Jahr gezüchtet wurden, dann ergibt das 270 lebende Landseer. Somit kann man davon ausgehen, dass in Deutschland rund 3000 Landseer leben.

Landseer in Europa
Nach Anerkennung der Landseer als eigenständige Rasse haben sich nach und nach viele europäische Länder mehr oder weniger intensiv dieser Rasse angenommen, zunächst in Frankreich, in der Schweiz und in den Niederlanden. Nach und nach kamen dann die nord- und osteuropäischen Länder hinzu, insbesondere letztere nach dem „Fall“ der strikten, politischen Abschottung des Ostens. Selbst im entlegenen Sibirien kann man ein paar Landseer antreffen.

Züchterisch führt Frankreich diese „Gruppe“ quantitativ an, gefolgt von Finnland, Ungarn, Tschechien, Österreich usw. Unter der Annahme, dass auch dort eine Lebenserwartung von 9 Jahren besteht, liessen sich, aufgrund der Zuchtbuch-Eintragungszahlen einiger Länder, die Populationsmengen ziemlich genau ermitteln, bei einigen anderen blieb nur eine ungefähre Abschätzung übrig. Insgesamt kann man davon ausgehen, dass es ausserhalb des VDH etwa 4500 bis 5000 Landseer gibt.

Die Beantwortung der Titel-Frage lautet also: Es gibt etwa 7500 bis 8000 Landseer!

2016
H. Grigoleit

 

                                          Wurfstatistiken

Die folgenden Wurfstatistiken beruhen auf Zuchtangaben des VLDs. Man kann davon ausgehen, dass es im Allgemeinen bei anderen Vereinen ähnlich ist. Die geringen Mengen haben Auswirkungen auf den Verlauf der „Kurven“, die sich oft sehr „zackig“ zeigen (blau). Große Datenmengen würden einen glatteren Verlauf aufweisen. Um wenigstens einigermassen interpretierbare bzw. lesbare Darstellungen zu errreichen, wurde eine lineare oder eine polynomische Regression für die Trendlinien angewendet (rot).

Paarungen ohne Trächtigkeit
Die Grafik zeigt den prozentualen Anteil der Hündinnen, die „leer“ geblieben sind, also keine Nachkommen austragen. Die lineare Trendlinie zeigt einen geringfügig fallenden Verlauf. Rund 30% der belegten Hündinnen werden danach keine Welpen gebären.

 
Hündinnen leer-1



Trächtigkeitsdauer
Die mittlere Trächtigkeitsdauer wird allgemein mit 9 Wochen, also 63 Tage angegeben. Die Grafik als Balkendiagramm zeigt, dass zwar die meisten Würfe am 63 Tag fallen, dass aber die mittlere Dauer aller Würfe knapp 62 Tage beträgt (rote Kurve)

 
Dauer Trächtigkeit-1



Einfluss der Wurfstärke auf die Trächtigkeitsdauer
In der Grafik sind die einzelnen Würfe durch Punkte dargestellt, die sich zum Teil „überlappen“. Die lineare Regression (rote Linie) zeigt, dass die Trächtigkeitsdauer durchschnittlich von der Wurfstärke abhängt. Bei einem kleinen Wurf ist die Dauer danach länger - bei 1 Welpen knapp 64 Tage - bei einem grossen kürzer – bei 18 Welpen 59 Tage.

Trächtigdauer-Wurfstärke-1


Welpenverluste
Werden Welpen geboren und aufgezogen können Totgeburten und Welpensterben die Wurfstärke reduzieren. Die Grafik stellt die Welpenverluste im VLD über die Wurfjahre 1997 bis 2015 dar, die durchschnittlich 12 bis 14% betragen.
 
Welpenverlust-1



Interessant ist vielleicht, wie sich die Verluste im Laufe der Zeit verändert haben. Dazu wurden die Verluste bei den ersten 200 Würfen im VLD mit den letzten 200 Würfen in den folgenden 2 Grafiken dargestellt. Wie bereits oben erklärt, hier ebenfalls eine Punktdarstellung der Würfe und eine polynomische Regression der Trendlinie. Im Vergleich der beiden Grafiken zeigt sich, dass die Gesamtverluste im Laufe der Zeit deutlich abgenommen haben.

Verluste-1-1

 
Verluste-2-1

 

Während sich der Einfluss der „Zuchtstätte“ auf nachgeburtliche Verluste eher bemerkbar machen können, ist der Einfluss auf vorgeburtliche gering. Hier spielen gynäkologische und erbliche Vorgänge eine Rolle. Dazu 2 Grafiken, wieder geteilt in die Verluste der ersten 200 VLD-Würfe und in die letzten 200. Hier zeigt sich ganz besonders die positive Veränderung.

 
Totgeb-1-1


Totgeb-2-1

 
03.01.2017
H. Grigoleit
 


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